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Portfoliomanagement mit Flexibilität In mittlerweile sieben europäischen Ländern kommt E-Risk Power, das Portfoliomanagementsystem der Dachs GmbH, Schwerin, zum Einsatz. Doch keine der Anwendungen zeigt so deutlich die Flexibilität dieser Software wie die der Schweizer Efforte AG. Das Unternehmen nutzt die Lösung seit Anfang des Jahres für die strukturierte Strombeschaffung im Auftrag ihrer Gesellschafter und Kunden bis hin zur Abbildung des gesamten Fahrplanmanagements nach den aktuellen Schweizer Regularien. Das Funktionsspektrum von E-Risk Power Das Portfoliomanagementsystem E-Risk Power der Dachs GmbH Informations- & Kommunikationstechnologie, Schwerin, unterstützt Stadtwerke, Händler, Energiedienstleister oder die Industrie bei der strukturierten Strombeschaffung. Die Software bietet dazu unter anderem ein Vertragsmanagement, diverse Funktionen zur physischen und finanziellen Portfolioanalyse und -optimierung (zum Beispiel marktplatzbezogene Pricing-Funktionen und die Hourly Price Forward Curve) sowie Tools zur Portfoliozerlegung in beliebige Produkte. Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung und Einkaufsvorbereitung geben ein Risiko- sowie Limitmanagement und vieles mehr. Für den Beschaffungsprozess stehen alle Funktionen bereit, die für das Vorbereiten und Abwickeln der Handelsgeschäfte nötig sind. Auch Pooling, das Tätigen von Börsengeschäften über einen Zugang, wird unterstützt. Ein automatisches Fahrplan- und Bilanzkreismanagement entlastet den Anwender von den täglichen Routineaufgaben. Unterstützt wird er auch bei dem Abbilden des europäischen grenzüberschreitenden Handels unter Berücksichtigung der Grenzkapazitäten. Des Weiteren ermöglicht E-Risk Power die Angebotskalkulation, das einfache Erstellen von Reports sowie das Verwaltung von Stammdaten, Marktplätzen, Produkten und Geschäftspartnern. Die Software bringt schließlich noch ein Abrechnungssystem mit, das ein verursachergerechtes Weiterberechnen von Kosten auf die Mitglieder einer Einkaufsgemeinschaft gestattet.
An neue Marktregeln leicht anzupassen Das revisionssichere und auf SQL-Datenbanken basierende System wurde in Zusammenarbeit mit Anwendern entwickelt und kann dank seines objektorientierten Aufbaus leicht an die jeweiligen Marktregeln angepasst werden. Die hohe Flexibilität ist in der Modulstruktur und dem offenen Schnittstellenkonzept begründet. So ist die schnelle Integration in eine vorhandene EDV-Landschaft, die Anpassung von Im- und Exportfiltern, die Einbettung zusätzlicher Funktionen und der einfache Austausch mit anderen Programmen, etwa einer Tabellenkalkulation, leicht vorzunehmen.
Transparente Struktur erleichtert intuitives Bedienen "Trotz des reichhaltigen Funktionsumfangs ist die Lösung der Dachs GmbH übersichtlich strukturiert und intuitiv zu bedienen", urteilt Thomas Meyer, Leiter Front Office bei der Efforte AG im schweizerischen Olten. Das Unternehmen entschied sich Ende vergangenen Jahres für E-Risk Power und nutzt es seit dem Jahreswechsel für das Portfoliomanagement. Für das System sprach unter anderem, dass es sich auf die Prozesse der strukturierten Beschaffung fokussiert und nicht das "Anhängsel eines EDM-Systems" ist, wie Meyer sich ausdrückt. Diese Konzentration erlaube eine klare Gliederung in Arbeitsbereiche, übersichtliche grafische Darstellungen und eine kurze Reaktionszeit. Efforte ist ein 2003 gegründetes Joint Venture zwischen der Elektra Baselland, der EBM Trirhena AG und der onyx Energie Dienste. Sie dient ihren Gesellschaftern und auch Kunden als gemeinsame Plattform für professionelle Energiebeschaffung. Synergien ergeben sich durch die Bündelung von Know-how und die gemeinschaftliche Nutzung der Softwarewerkzeuge. Im Auftrag wickelt Efforte das Bilanz- und Vertragsmanagement, das Erstellen von Lastprognosen sowie das Portfolio- und das Risikomanagement ab und verwaltet mit acht Mitarbeitern ein Beschaffungsvolumen von etwa 2,7 TWh pro Jahr. Seit Herbst vergangenen Jahres zählt die Enerdis zum Kundenkreis, eine Kooperation von neun Elektrizitätsversorgungsunternehmen in der Westschweiz, die etwa 30 Gemeinden mit jährlich rund 550 GWh Strom versorgt.
Besonderheiten des Schweizer Marktes umgesetzt Aufgrund der Spezialitäten des Schweizer Energiemarktes ist die Installation bei der Efforte AG ein hervorragendes Beispiel für die Flexibilität von E-Risk Power. Der Schweizer Strommarkt ist zwar faktisch geöffnet, hat aber im Gegensatz zu Deutschland (noch) keinen gesetzlichen Rahmen, der für einen geregelten Marktzugang sorgen würde. "Wir rechnen für das Jahr 2008 mit einem Stromversorgungsgesetz (StromVG)", erklärt Reinhard Bachmann, Leiter Back Office bei Efforte. "Dann wird es voraussichtlich zu größeren Vereinheitlichungen kommen." Bachmann baut derzeit das Fahrplanmanagement in E-Risk Power auf und freut sich über die Automatismen, die ihm einige Arbeit abnehmen. Denn der Prozess ist vielseitiger als in Deutschland: Heute bilde das schweizerische Höchstspannungsnetz eine Regelzone (swissgrid), darunter teilt es sich auf sieben Bilanzzonen auf, erklärt er. Die sieben Übertragungsnetzbetreiber (Bilanzzonenverantwortliche) haben die Freiheit, sich für bestimmte Regeln und Datenformate frei zu entscheiden. Daher tauscht Efforte beispielsweise Fahrpläne mit einem Übertragungsnetzbetreiber aus, der in Anlehnung an den deutschen Markt das Bilanzgruppenmodell verwendet, ein anderer wiederum favorisiert die fallweise Durchleitung, die vom Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) empfohlen wurde. Beiden Fällen wird E-Risk Power gerecht, indem es für jeden dieser Übertragungsnetzbetreiber die passenden Prozesse und Datenformate (z.B. XML- oder KISS-Format) berücksichtigt. Auch die Datenübergabe per FTP unterscheidet sich vom deutschen Standard: Zum Beispiel die Fahrplananmeldung an swissgrid ist ebenso Bringschuld wie die Bestätigung. Das Schweizer Fahrplanmanagement wartet mit weiteren Besonderheiten auf. Zum einen gibt es nachträgliche Korrekturen: "Intra-Day" können mit einer Dreiviertelstunde Vorlauf ab 16.30 Uhr Korrekturen am bereits eingestellten Fahrplan (Day-ahead) gemeldet werden. Zum anderen wird in der Schweiz alleine für den Energieaustausch auf Höchstspannungsebene in drei Geschäftsfälle unterschieden (Auslandsgeschäfte, schweizinterne Geschäfte und Versorgungsgeschäfte mit Übergabe in die Bilanzzone). In der Bilanzzone findet je nach Übertragungsnetzbetreiber jeweils eine weitere Unterscheidung in drei Prozesse statt. Auch diese Besonderheiten ließen sich in E-Risk Power berücksichtigen. Integration in bestehende Software der Efforte
 In der Portfolio-Balance-Ansicht erkennen die Energieexperten der Efforte schnell Über- oder Unterdeckungen der kommenden Tage und können offene Positionen prüfen. (Bild: EBM) "Diese Anpassungen erledigte das Dachs-Team schnell und kompetent", lobt Thomas Meyer und hebt zugleich den leichten Austausch mit der anderen im Haus verwendeten Software hervor. Efforte nutzt ein Energiedatenmanagement, das zugleich "Datendrehscheibe" für alle anderen Anwendungen ist, sowie ein Prognosesystem. Das Beispiel Portfoliomanagement für den gebündelten Einkauf veranschaulicht das Miteinander der Softwarelösungen und die Eingriffsmöglichkeiten des Bedieners: Anhand der dreimal pro Tag eintreffenden Wetterprognosen erstellt das Efforte-Team beispielsweise für die Enerdis neun Einzelprognosen, die sich jeweils auf ein Versorgungsgebiet beziehen. "Die Erfahrungen haben gezeigt, dass so die Summe der Prognosefehler kleiner ist als der Fehler bei einer einzelnen Prognose", erklärt Meyer. Die neun Prognosereihen werden auf einem FTP-Server zum Abholen bereitgelegt.
Grafische Darstellungen verschaffen schnellen Überblick E-Risk Power lädt diese Prognosen in einzelne Portfolios. Die Software gestattet jedoch "per Mausklick" eine übersichtliche Aggregation, so dass die gesamtheitliche Bewertung leicht fällt. So lässt sich zum Beispiel die Menge, die am Spotmarkt beschafft werden muss, einfach ermitteln. In der Portfolio-Balance-Ansicht über fünf Tage erkennen die Energieexperten zudem schnell die Über- oder Unterdeckung der kommenden Tage und können offene Positionen prüfen. Hier ist den Mitarbeitern der Efforte die grafische Darstellung mit Zoom-Funktionen eine wertvolle Hilfe.
 Seit dem Jahreswechsel nutzen die Mitarbeiter der Schweizer Efforte AG das Portfoliomanagement E-Risk Power für ihr Tagesgeschäft. (Bild: Efforte) "Mit der Maus" fällt das Management leichter Bei den täglichen Routineaufgaben beschränken sich die Eingriffe der Efforte-Mitarbeiter auf ein Minimum. Mit der Maus sind flink Menüs gewechselt, Funktionen aufgerufen und grafische Darstellungen auf den Schirm geholt. "Das ist eine Stärke der smarten Lösung", meint Meyer. Wäre das Portfoliomanagement hingegen ein Modul eines Energiedatenmanagements, könne man eine solch hohe Transparenz und Arbeitsgeschwindigkeit nicht erwarten. "Oft sind Prozesse dann so komplex abgebildet, dass die intuitive Bedienung zu kurz kommt."
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